TRUTH Social: Trump eröffnet eigenes soziales Netzwerk

Donald Trump will sein eigenes soziales Netzwerk aufmachen. Bild: Wikimedia / Gage Skidmore

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump sorgte mit seiner Präsenz in den sozialen Medien für viel Unruhe. Der Höhepunkt wurde erreicht, als er seine Sympathie für die Angreifer der Erstürmung des US-Kapitols bekundete. Daraufhin wurde er von den wichtigsten sozialen Plattformen wie Instagram und Twitter entfernt. Nun wehrt er sich und stellt Pläne für ein eigenes soziales Netzwerk vor.

Trump und die sozialen Medien 

Donald Trump war während seiner Amtszeit als US-Amerikanischer Präsident äußerst aktiv in den sozialen Medien, insbesondere auf Twitter: Über 80 Millionen Nutzer*innen folgten ihm auf der Plattform. Beinahe jeden Tag twitterte der ehemalige Präsident und äußerte sich zu den Themen der Zeit – genau so auch am 6. Januar 2021. Viele Menschen werfen ihm vor, mit seinen dort getroffenen Äußerungen Anfang Januar die Erstürmung des Kapitols während der förmlichen Bestätigung des Wahlsiegs Bidens provoziert zu haben. Er hatte seine Sympathie für die Angreifer bekundet. Daraufhin reagierten die wichtigsten Online-Netzwerke wie Twitter und Instagram sofort und blockierten seine Profile. Außerdem behauptet Trump nach wie vor, ohne jegliche Belege, dass ihm der Sieg der Präsidentenwahl im November letzten Jahres gestohlen worden ist. Auch dies machte er auf den Plattformen publik. Immer wieder heizte er mit seinen Äußerungen die Stimmung im Lande auf.

Mit seinem neu gegründeten Netzwerk will er nun den Verlust seiner Internetpräsenz wettmachen. Trump kündigte an, bald seine erste „Wahrheit“ zu veröffentlichen. 

TRUTH Social

Die Plattform namens „TRUTH Social“ solle im November als Testversion für ausgewählte Gäste verfügbar gemacht werden, ab Anfang 2022 dann landesweit. Die Gründung des Netzwerkes erklärt er damit, der Tyrannei von Big Tech die Stirn bieten zu wollen. Wir würden in einer Welt leben, in der die Taliban eine große Präsenz auf Twitter genießen, der amerikanische Lieblingspräsident jedoch zum Schweigen gebracht wurde – dies sei laut Trump inakzeptabel. Daher gründete er das Unternehmen Trump Media & Technology. Neben dem sozialen Netzwerk soll das neu gegründete Unternehmen auch einen Videodienst rausbringen, der sich auf politisch nicht-korrekte Unterhaltungsformate konzentrieren werde. 

Der erste Versuch Trumps, sich eine Präsenz jenseits der etablierten Netzwerke aufzubauen, scheiterte bereits. Im Mai war auf der Webseite des ehemaligen US-Präsidenten ein neuer Blogbereich freigeschaltet worden, der allerdings bereits vier Wochen später nicht mehr zugänglich war. Ob es bei TRUTH Social ähnlich erfolglos laufen wird, wird sich in der Zukunft zeigen.

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Bildquelle: Wikimedia / Gage Skidmore; CC2-Lizenz

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