Diese 15 Typen von Mitbewohnern kennt jeder

Typen von Mitbewohner*innen

Das WG-Leben ist aufregend, abwechslungsreich und immer für eine Überraschung gut. Sich mehr oder weniger fremde Menschen leben auf engstem Raum zusammen – das liefert genug Stoff für unzählige Studien über Abgründe des menschlichen Daseins. Manche Mitbewohner haben wir geliebt, andere gehasst, aber keinen werden wir je vergessen.

Diese 15 Typen von Mitbewohnern kennen wir alle

Egal ob ordentlich, chaotisch, sozial oder egomanisch – für diese Liste haben wir für euch 15 Typen von Mitbewohnern identifiziert, an denen kein Student vorbeikommt:


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Der Überforderte

Bisher lebte Man(n) bequem daheim bei Mama. Mit Mitte Zwanzig wurde ihm das dann aber zu viel und er stürzte sich ins WG-Leben. Mama war allerdings überfürsorglich und so weiß der Gute nichts vom Alltag. Kochen, waschen, putzen, das Leben mit Gleichaltrigen, die einen eigentlich nicht erziehen sollten? Mama hat sich bisher gekümmert. Und so lebt der Überforderte nun zum ersten Mal alleine. Die Vitaminzufuhr wird aufgrund fehlender Kochskills gekappt, eine Einweisung wie zu putzen ist, wird von den Mitbewohnern durchgeführt und den Rest – den muss er schon selbst irgendwie schaffen.

Die Unordentliche

Sie ist immun gegen Dreck, ihr Zimmer sieht aus, als hätte Hiroshima dort stattgefunden und Chaos ist ihr zweiter Vorname. Was sie den ganzen Tag so macht? Unbekannt. Sie ist zwar ein Sonnenschein und überaus beliebt in der WG. Doch das Durcheinander, das sie hinterlässt, läutet WG-Krisensitzungen ein. Entweder sie sieht es nicht oder sie will es nicht sehen, aber ihre Schuhe stapeln sich im Flur, in der Spüle türmen sich die Tassen und ihre Dreckwäsche liegt leider überall im Bad. Aber hey, sie gibt eine Runde aus und schon wird die Krisensitzung um eine Woche verschoben.

Der Kiffer

Er ist ein Lieber, ein gaaaaaaanz Lieber. Denn er „smoked weed everyday„. Ist der Geruch vom Vorabend dann mal halbwegs aus der Bude verschwunden, setzt er zum nächsten Schwall an. Am darauffolgenden Morgen ist dein Fach im Kühlschrank leer gefuttert – wie eigentlich der Rest des Kühlschranks auch. An deinem Mitbewohner prallt jedoch jegliche Kritik ab, denn er ist tiefenentspannt. Überhaupt streitet er nie und ist zu allen immer nett. Wie gesagt, er ist ein gaaaanz Lieber.

Das Beautygirl

Im Bad reihen sich Duschgels, Bodypeelings, Haarmasken, Shampoos, Conditioners, In-Shower-Treatments neben Bergen von Makeup. Ein Klogang bei euch, ist wie ein Besuch bei DM – das gesamte Sortiment breitet sich auf eurem Badewannenrand aus. Die Mitbewohnerin ist stets top gestylt, selbst kurz nach dem Aufstehen (wie macht sie das?). In jedem Gespräch lernt ihr mehr und mehr über die aktuellen Trends der Beauty- und Lifestyle-Szene, von denen ihr noch nicht einmal wusstet, dass sie existieren. Von speziellen Rasierern für Damen-Oberlippenbärtchen bis zu den Models, die gerade diese und jene Kosmetiklinie herausgebracht haben. Dank eurer Mitbewohnerin wisst ihr stets, was beautytechnisch los ist.

Der Pumper

Wer aber meint zum Beautygirl gäbe es kein männliches Pendant, irrt. Dürfen wir vorstellen: der Pumper. Er geht zwar nicht regelmäßig zu DM, dafür aber umso öfter ins Gym. Daher kennst du deinen Mitbewohner auch gar nicht so gut, denn neben Training, Job und Freundin, bleibt nicht mehr so viel Zeit fürs WG-Leben. Mit seinen Pülverchen in der Küche hast du mehr Kontakt als mit ihm selbst. Nahrungsergänzungsmittel, Proteinpulver, Muskelaufbaunahrung – he’s got it all.

Das Mauerblümchen

Ob sie da ist oder nicht: keiner weiß es. Sie sagt nicht „Hallo“, wenn sie nach Hause kommt, sondern huscht sofort in ihr Zimmer. Die Küche nutzt sie nur, wenn niemand da ist. Das Wochenende verreist sie. Das Mauerblümchen eurer WG ist ein kleines Phantom. Beim Einzug habt ihr das letzte Mal richtig gesprochen. Ihre WG-Aufgaben erledigt sie zuverlässig aber unbemerkt.

Der Eigentümer

Er hat die Wohnung von Oma geerbt und hat nun beschlossen eine WG zu gründen. So ehrenvoll das auch klingen mag, eine WG auf Augenhöhe wird das niemals sein. Denn dein Mitbewohner ist Eigentümer. Er weiß genau, was läuft und ist der Chef in der WG. Er bemüht sich zwar um eine „WG zum Wohlfühlen“ und möchte „auf keinen Fall seine Machtposition ausnutzen“. Wird es dann aber doch mal lauter, haut er trotzdem mit der Faust auf den Tisch. Selbst Kindheitsfreunde sind vor ihm nicht sicher. Ziehen diese eines Tages ein, gilt trotzdem: Wohnung vor Freundschaft, schließlich ist er der Eigentümer.

Die Alternative

Sie zog ein und strukturierte erst einmal den Haushalt um. Alle Putzmittel hat sie weggeschmissen („Das ist pure Chemie“) und die Mülltrennung ausgebaut. Nun habt ihr sogar einen Kompost unter der Spüle. Eigentlich könnt ihr richtig gut mit ihr leben und unterstützt ihre Ansichten, yeah endlich wird eure WG grüner und umweltfreundlicher. Ein schlechtes Gewissen habt ihr angesichts ihrer Bambuszahnbürste, ihrer veganen Ernährung und ihrer wiederverwendbaren Bienenwachstüchern dann doch. Wir wären auch gerne so diszipliniert! Wie schafft sie das alles?

Der Kontrollfreak

Der absolut Schlimmste aller Mitbewohner. Anfangs dachtet ihr noch, es sei aufrichtiges und ehrliches Interesse, das er an eurem Leben zeigt. Irgendwann jedoch wurde er zu viel. Er wollte wissen, wann ihr ausgeht, wo ihr hingeht und mit wem. Besuch durfte keiner mit und ihr seid euch auch ziemlich sicher, dass er in eurer Abwesenheit in eurem Zimmer rumschnüffelt. Und Tschüss seid ihr weg, and never see you again!

Die Partyprinzessin

Daddy finanziert das Studium, in das sie sich schön brav eingeklagt hat. Die Partyprinzessin ist eigentlich nur unterwegs und bei jeder Party anzutreffen. Sie war in jedem Club der Stadt und weiß immer, wo sie sich die Nacht um die Ohren schlägt. Daheim schläft sie bis in die Puppen, auch mit wechselnder Begleitung. Jede Männer-Geschichte ist ein Drama und muss in endlosen Sitzungen ausdiskutiert werden. Am WG-Leben beteiligt sie sich mäßig. Aber auf ein Schwätzchen in der Küche ist sie immer zu haben. Fürs Putzen gibt es Personal und zum Essen geht sie in Restaurants.

Der Monk

Seine Neurosen überträgt er auf die WG. Er liiiebt putzen und wird nervös, wenn etwas in Unordnung gerät. Eigentlich ist ihm ein harmonisches Zusammenleben wichtig, beim Thema Putzen kann er aber leider nicht anders und muss ein strenges Regiment führen. Wöchentlicher Putzplan mit genauer Anleitung und Strafe ist ein Muss, nein eine Pflicht. Sein eigenes Zimmer ähnelt einem sterilen Vakuum und wird regelmäßig penibelst gesäubert.

Die beste Freundin / der beste Freund

Wenn ihr nicht schon beim Einzug beste Freunde wart, dann seid ihr es spätestens nach 24 Stunden. Endlich ist das WG-Leben so, wie ihr es euch in euren kühnsten Träumen erträumt habt. Ihr macht alles zusammen, habt gemeinsame Freunde, streitet euch nie um den Abwasch, geht gemeinsam auf Parties und sogar in den Urlaub. Ihr habt euch gefunden und wollt, dass dieser WG-Traum nie aufhört.

Der Weltverbesserer

In seinem Zimmer hängt ein Che Guegavara-Plakat und sein Free-Tibet-Schal schmückt die Diele. Dem „Diktat der monetären Entlohnung“ hat er abgeschworen sowie er ausschließlich containert. Wie er eigentlich die Miete zahlt, weiß keiner und auch nicht wie er seine Freizeit zwischen den Sitzungen seines „Revolution now“-Clubs und diversen Demo-Happenings verbringt. Sein Traum: eine Selbstversorgerkommune gründen.

Die Tinder-Tante

Sie zieht ein Supermatch nach dem anderen an Land und datet sich fröhlich um den Globus. Zum Leiden ihrer Mitbewohner*innen gibt es wechselnden Besuch in der WG, der meistens jedoch nicht lange bleibt. Nach peinlichem Schweigen am WG-Frühstückstisch ziehen die Eroberungen dann auch immer schnell ab. Ein wirklich glückliches Händchen hat die Tinder-Tante bei ihren Matches aber nicht. Ihre Freizeit widmet sich der Instandhaltung ihres Accounts, shootet regelmäßig neue Fotos für ihr Profil und wischt sich durch die Nacht.

Der Wochenendheimfahrer

Er lebt nur zum Schlafen in eurer WG. Er arbeitet oder studiert dermaßen intensiv, dass eure Bude nur die Übernachtungsmöglichkeit ist. Freunde hat er in eurer Stadt keine, nein er ist ganz auf Job oder Uni fokussiert. He puts the „Zweck“ in „Zewck-WG“. Bereits Donnerstags packt er sein Köfferchen und verschwindet übers Wochenende. Montags ist er irgendwie wieder da, keiner hat ihn kommen gehört, mysteriös.

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Beitragsbild via Pexels unter CC0 Lizenz

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